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Familienwappen 

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Herkunft und Bedeutung von Familienwappen

Mit dem Beginn des 12. Jahrhunderts etablierten sich Wappen als wichtigstes Instrument, um klar zwischen Verbündeten und Feinden unterscheiden zu können. Da bei Kreuz- und Feldzügen häufig mehr als nur zwei Parteien die Klingen miteinander kreuzten, erleichterte dieses eindeutige Zeichen der Zugehörigkeit die gegenseitige Einordnung auf dem Schlachtfeld. Dabei galt, Wappensymbole möglichst klar und einfach in ihrer Form- und Farbgebung zu halten, damit sie besonders prägnant in Erinnerung blieben. Doch Wappen wurden nicht ausschließlich auf dem Feld getragen. Bei mittelalterlichen Turnieren waren Ritter häufig bis zur Unkenntlichkeit in sogenannte Vollrüstungen gehüllt, sodass auch hier das Zeichen des Familienhauses oder des Lehnsherren den Harnisch zierten. Das geführte Wappen wurde in Familien zudem von Generation zu Generation weitergegeben, um die Abstammung von Personen zu bekräftigen. Dieses Symbol der Zugehörigkeit und Geschichte blieb jedoch nicht lang den Fürstentümern und Adelshäusern vorbehalten. Spätestens seit dem 15. Jahrhundert war es auch für bürgerliche Familien Mode, ein Wappen zu tragen und ihren sozialen Aufstieg somit zu demonstrieren.

Wappenkunde als Instrument zur Ahnenforschung

Die Wappenkunde, oder auch Heraldik genannt, ist eine Hilfswissenschaft der Genealogie, die sich in die drei Fachbereiche Wappenkunde, Wappenkunst und Wappenrecht unterteilen lässt. Historisch gesehen ist diese Arbeit auf den den Herold zurückführen. Dieser war als Botschafter, Schiedsrichter und Organisator sowohl in Kriegs- als auch Friedensperioden der wichtigste Vertreter von Adelshäusern, Fürsten und Rittervereinigungen. Damals wie heute zählen das richtige Lesen eines Wappens, die visuelle Gestaltung sowie die Bedingungen zur Führung eines solchen zum Verantwortungsbereich der Heraldik.

Wie hilft die Wappenkunde bei der Ahnenforschung? Genealogie und Heraldik sind zwei Fachbereiche, die sich wunderbar ergänzen und in der Ergebnissuche sogar bedingen können. Wenn man bei der Forschung mit und nach Namen nicht weiterkommt, können Familienwappen neue Hinweise über geteilte Verwandtschaften und Vorfahren geben. Besonders mütterlicherseits gestaltet sich die Suche oftmals schwierig, sodass ein familiär weitergegebenes Wappen oft der einzige Hinweis auf die Herkunft sein kann. Beispielsweise wurde manches Dokument statt mit einer Unterschrift mit dem Siegel der Familie unterzeichnet. Auch der Blick auf die Gestaltung selbst lohnt sich: Welche Formen und Farben wurden verwendet? Sind Tiere oder Gegenstände auf dem Wappen abgebildet? Hier lassen sich Rückschlüsse über Stand, Herkunft und Berufsgruppe ziehen. 

Wie starte ich am besten mit der Wappenkunde?

Wappenkunde auf Ancestry betreiben

Entdecken Sie eine Vielzahl von deutschen und europäischen Wappen, angefangen im 12. bis ins frühe 20. Jahrhundert hineinreichend. Zur Grundlage steht Ihnen dabei die nahezu vollständige Sammlung der Siebmacher Wappenbücher zur Verfügung. Mehr als 100 Bände mit Illustrationen und Beschreibungen alter Familien-, Fürsten- sowie Stadtwappen werden auf Ancestry online zur Verfügung gestellt. Besonders spannend wird es, wenn Sie biografische Daten entdecken, die zum Teil als zusätzliche Eintragungen hinterlegt sind. Vielleicht trägt Ihre Familie ein eigenes Wappen oder entstammen Sie sogar einem alten Königshaus? - Finden Sie es jetzt heraus. 

Starten mit Ancestry

Wie funktioniert Wappenkunde?

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Schritt 1:

Tippen Sie Ihren Familiennamen in die Suchmaske ein und finden Sie heraus, ob es ein Wappen zu Ihrem Familiennamen sowie einen Wappenstifter unter Ihren Vorfahren gibt.

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Schritt 2:

Gibt es einen oder mehrere Einträge, die zu dem gesuchten Namen passen, werden Ihnen Wappen sowie die entsprechenden Quellen in den Siebmacher Wappenbüchern angezeigt.

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Schritt 3:

Entdecken Sie Ihr ganz persönliches Familienwappen und untersuchen Sie die genaue Bedeutung von Form, Farben und Figuren, um mehr über Ihre Vorfahren und Geschichte zu erfahren.

Wir haben den Test gemacht

Unser Ergebnis bei der Wappensuche

Wir haben auf Ancestry selbst nach unseren Familienwappen gesucht und sind fündig geworden. Zunächst wurden uns mehrere Suchergebnisse vorgeschlagen, die wir in Kombination mit unserem Stammbaum überprüft haben. Tatsächlich konnten wir eine Namensübereinstimmung feststellen, sodass wir sehr wahrscheinlich unser Familienwappen gefunden haben. Das Wappen lässt sich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen und zeigt als Hauptfigur einen Löwen, der von einem Helm und einem Bogenschützen gerahmt wird. Nach einer ersten Recherche zur Gestaltung, handelt es sich vermutlich um das Wappen eines Ritters, da der Löwe häufig als gemeines Wappentier im Rittertum Verwendung fand und Mut und Tapferkeit symbolisierte. Auch der zylindrisch geformte Topfhelm, welcher über dem Wappen sitzt, war im Mittelalter ein gängiges Stilelement, um die Teilnahme an Turnieren zu verdeutlichen. Wir finden die Wappensuche von Ancestry ist eine gelungene Funktion, um neue Informationen über die Herkunft der eigenen Vorfahren zu erhalten. Besonders zur Bedeutung der Gestaltungselemente können weitere spannende Nachforschungen angestellt werden, die Abwechslung in die Ahnenforschung bringen.

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Häufig gestellte Fragen

Ein Wappen wurde meist aus Prestige-Gründen durch den sogenannten Wappenstifter initiiert. Personen und Familien mit hohem gesellschaftlichen Rang gaben das Familienwappen an nachfolgende Generationen weiter. Bei Hochzeiten übernahmen weibliche Personen das Wappen Ihres Mannes. Wichtig war es, dass die Gestaltung sehr einfach gehalten wurde, möglichst einen persönlichen Bezug aufwies, damit es einen hohen Wiedererkennungswert besaß und auch aus Distanz erkennbar war.

In den Landesarchiven finden Sie meist einzelne Publikationen zur Wappenforschung, die Sie nach den Ihnen bekannten Namen durchsuchen können. Schneller und einfacher können Sie Ihre Suche auf Ancestry starten, da Sie hier in wenigen Sekunden bereits Ergebnisse auf gesuchte Namen vorgeschlagen bekommen, die Sie dann direkt mit Ihrem Stammbaum überprüfen und bestenfalls verifizieren können.

Die Beauftragung eines Heraldikers ist nicht normgebunden und kann daher schwanken. Generell lassen sich die Kosten für die Erstellung eines Wappens im dreistelligen Bereich angeben. Der Preis orientiert sich an den persönlichen Vorstellung zu Verwendung und Vervielfältigung.

Heraldik leitet sich von dem französischen Wort héraldique ab und bedeutet wörtlich übersetzt „Heroldskunst“. Die damaligen Herolde waren fachkundig im Erkennen und Lesen der Wappen und legten den Grundstein für den heute bekannten Wissenszweig der Wappenkunde.